75. Wasserämter Musiktag in Deitingen Juni 2009

Musiktag in Deitingen

"Tuba-Power und sanftes Saxophon" Bericht aus der Solothurner Zeitung

Viel Wind und wenige Regentropfen gab es an der Marschparade in Deitingen

 

Viel Ohrenschmaus bot der Wasserämter Musiktag in Deitingen. Von eher klassischen Stücken bis zur «Unterhaltungsmusik», die Bandbreite war gross.


Über zwei Tage reihten sich die Höhepunkte am Wasserämter Musiktag. Dank gnädigem Wetter und viel Blasmusikpreis-Erfahrung organisierte ihn die Musikgesellschaft Deitingen tadellos. Am Expertisenkonzert am Freitag wurde der musikalische Höhepunkt gesetzt. Unter besonderer Beobachtung standen dabei die drei Vereine, die das Kantonale Musikfest in Wolfwil besuchen werden. Dort hat sich die Musikgesellschaft Obergerlafingen für Modell drei angemeldet.


Wie dort vorgesehen spielte sie nur ihr Selbstwahlstück «The Times of Triumph» von James Swearingen. Ihr Dirigent Erwin Gissler dürfte danach unbesorgt an die Expertenbesprechung gegangen sein. Experten waren Silvia Steiner (Bolligen) und Ernst Balli (Aetigkofen).


Für die «klassische» Festvariante haben sich die Vereine Musikgesellschaft Recherswil und Blasmusik Zuchwil angemeldet. Wie üblich benützten sie die Gelegenheit, ihre Festreife drei Wochen vor dem Kantonalen beurteilen zu lassen. Weil beide in Harmoniebesetzung spielen und in der dritten Klasse starten war das Aufgabestück «Jubiläums Ouverture» doppelt zu hören. Es wurde vom Biberister Richard Flury komponiert und wurde vor Jahren einmal von der Harmonie Biberist aufgeführt.

 

Flury selber hat es für deren damalige Besetzung instrumentiert. Die Kantonale Musikkommission liess das Werk durch Heinz Schoenenberger an die heute gebräuchlichen Besetzungen anpassen. Die Vorträge beider Vereine liessen erkennen, das Stück hat seine Tücken. Beide Vereine werden die Zeit bis zum Fest noch nutzen müssen.

 

Reicher und ausgeglichener Klangkörper
Mit ihren Selbstwahlstücken reihten sie sich auf dem erwarteten Niveau in die Vorträge der übrigen Vereine. Die Recherswiler wählten dafür «Pacis Valley» von Ben Halmhauts. Die Blasmusik entschied sich für Kurt Gäbles «Euregio». Angenehm fiel die Vereinsmusik Kriegstetten unter Eduard Allemann mit einem gelungenen Vortrag auf. In ihrer «A Circus Suite» von Stuard Johnson wirkte der zweite Satz durch die enorme Tuba-Power, der dritte durch das delikat gespielte Alt-Saxofon.


Schon mit der Wahl ihrer Stücke beeindruckten die beiden Vereine die das Wort Harmonie im Namen tragen. Heinz Schoenenberger gelang es mit der Harmonie Biberist die vielen feinen und zarten Stellen in Stephan Jaeggis «Ouverture in F» elegant und sehr musikalisch erklingen zu lassen. Er verfügte jedoch auch über einen reichen und gut ausgeglichenen Klangkörper um die wuchtigen Stellen zu füllen.


Zu beeindrucken vermochte auch die Harmonie Gerlafingen unter Pascal Maillard. Mit «Lord Tullamore» von Carl Wittrack brachte sie ein echtes Hörerlebnis in die Zweienhalle. Eine besondere Position im Feld der Wasserämter Vereine nahmen die Musikgesellschaften Etziken und Kriegstetten ein. Sie entschieden sich den Musiktag mit Unterhaltungsmusik zu bestreiten.


Mit Gesamtchor, ein Gesamtmarsch mit «Messen 1976» von Walter Joseph und Marschmusikparade fand der Musiktag am Samstag seine Fortsetzung. Die Veteranenehrung durch Kathrin Feder, leitete den Unterhaltungsabend durch die Harmonie Bätterkinden ein.

 

Hans Blaser

Quelle: Solothurner Zeitung 8. Juni 2009

 


Zurück